Die Idee zu “Stories that will never be told: Preparing the push to the summit of Mt Icecream” kam mir während meiner (kurzen) Daydreaming Serie. Schon von Anfang an war klar was für Bilder ich für die Realisation benötigen würde, aber es hat dann doch ein Weilchen gedauert bis ich mich mal ans Umsetzten machte.

Das Bild besteht aus vier einzelnen Bildern:
Hintergrund
Der Hintergrund soll eine alpine Landschaft bei schlechtem Wetter zeigen. Das Bild entstand bei einem schlechtwetter Skitag in Mürren.
Sockel
Obwohl ich recht genau wusste was ich benötigen würde, bemerkte ich erst beim Arbeiten in Photoshop, dass der Mt Icecream noch einen Sockel der aus Felsen besteht benötigte. Dieses Bild wählte ich dann relativ spontan aus meinem Archiv aus.
Eis
Das Eis lag schon seit längerer Zeit im Gefrierfach und ich musste nur noch ein Foto davon machen. Was mich positiv überraschte war, dass das Eis, trotz Geschmacksrichtung Banane (Ben ‘n’ Jerry’s Chunky Monkey), sehr gut schmeckte. Mmmmmh.
Bergsteiger
Dieses Bild von mir ist in meiner Wohnung entstanden und war eigentlich ein Minimalsetup mit einem Blitz. Fernauslöser sei Dank!
Composing in Photoshop
Zuerst mal alle Ebenen auf einen Blick:
Hintergrund
Vom Hintergrund wurde zuerst eine Kopie erstellt um so im Notfall wieder auf das Original zugreifen zu können. Das einzige was mich an diesem störte war, dass da mitten im Himmel die Sonne ein bisschen zu erahnen ist. Darum: Weg mit der Sonne (und das am besten mit dem Reperaturpinsel)! Weiter spiegelte ich das Bild noch, da ich den Bergsteiger nicht mit dem Rücken zu Mt Icecream auf dem Bild haben wollte. Der Landschaft fehlte aber noch die Dramatik. Daher betonte ich die Berge im Bild, indem ich eine Kurvenebene (Darken bg) erstellte und das ganze Bild abdunkelte. Eine Ebenenmaske mit sehr weicher Kante wandte diese Änderung dann nur auf die Berge an.
Sockel Mt Icecream
Als nächstes wurde das Eis eingefügt. Wie schon angetönt bemerkte ich, dass ich da noch eine Art von Sockel dafür benötigte. Glücklicherweise befindet sich eine riesige Menge von Bergbildern auf meiner Festplatte und so entschied ich mich für das erstbeste ein passendes Bild.
Ein Ausschnitt aus dem Bild wurde unterhalb des Eises eingefügt und die erste Aufgabe war zuerst einmal diesen Teil so anzupassen, dass er auch in den Rest des Bildes passte. Zuerst entsättigte ich den Sockel mit einer Farbton/Sättigungs-Ebene ein wenig und dunkelte ihn mit einer Kurven-Ebene ab. Was nun noch nicht so ins Bild passte, waren die Stellen die von der Sonne erhellt wurden. Daher erstellte ich eine neue Ebene (clean up bottom) in der ich zuerst mit dem Klopierstempel sonnige Stellen mit schattigen übermalte. Danach verwendete ich den Reperaturpinsel um wieder ein bisschen weichere Übergänge in die kopierten Stellen zu bringen.
Gipfel Mt Icecream
Als erstes fiel mir auf, dass der Gipfel eine viel zu harte Kante hatte. Daher passte ich die Maske mit dem Dialog “Maskenkante” an, indem ich den Wert für “Abrunden” stark erhöhte und einige wenige Pixel “Weiche Kante” wählte.
Was folgte war schwierigste Teil der ganzen Arbeit: Den Gipfel farblich und von der Helligkeit her in den Rest des Bildes einpassen. Das Problem ist, dass Bananeneis gelb sein muss, denn sonst glaubt ja keiner dass da auch Banane drin ist. Mit vier Ebenen (wirklich alles Trial & Error) kam ich dann zu einem akzeptablem Ergebnis. Hier die Kurzversion von Stunden von Arbeit:
- Farbton/Sättigungs-Ebene: Entsättigung der Farben. Nicht ganz, sondern nur so -69.
- Kurven-Ebene: Hier dunkelte ich die Ebene ab und schob die Rot-Kurve ein bisschen Richtung Cyan. Die Blau-Kurve wurde in Richtung Blau verschoben.

- Wieder eine Farbton/Sättigungs-Ebene: Hier nur eine minimale Entsättigung der Ebene (-11).
- Eine weitere Kurven-Ebene: Minimales Abdunkeln der Ebene.
Beide Komponenten des Berges, Gipfel und Sockel, passten nun recht gut zum Rest des Bildes, aber was jetzt noch fehlte, war ein Übergang zwischen beiden der etwas natürlicher wirkte. Auch hier wieder das klassische Retouschier-Vorgehen: Auf einer neuen Ebene (Transition) wurde hauptsächlich mit dem Kopierstempel und dem Reperaturpinsel gearbeitet. Zuerst wurden Fels und Schnee auf das Eis kopiert und danach mit dem Reperaturpinsel an die Umgebung angepasst.
Bergsteiger
Wie beim Gipfel des Berges waren die Kanten des Bergsteigers für meinen Geschmack etwas zu hart. Daher verwendete ich wieder den Dialog “Maskenkante” um dies etwas weicher zu machen. Da das Bild so aussehen soll als wäre es während einem Schneesturm aufgenommen worden, musste ich den tapferen Bergsteiger etwas entsättigen. Da mir das Gesicht immer noch zu gesättigt war, fügte ich eine weitere Ebene hinzu, in der nur dem Gesicht Farbe entzogen wurde.
Schneegestöber
Der Mt Icecream liegt bekanntlich in einer recht wilden Region. Dort schneit es ununterbrochen und daher musste da noch ein bisschen Schneefall her.
Folgendes Video erklärt sehr gut (ab 2:53) wie man in Photoshop Schneegestöber erzeugt:
In meinem Bild sind 3 Ebenen von Schneefall:
- Eine Ebene (“snow really far”, die Flocken wurden auf 150% vergrössert, 54% Deckkraft) die den gesamten Hintergrund in Schnee hüllt.
- Schneefall direkt vor dem Bergsteiger (“snow in front guy”, die Flocken wurden auf 200% vergrössert, 48% Deckkraft)
- Eine weitere Ebene (“snow close”, die Flocken wurden auf 200% vergrössert, 69% Deckkraft)
Den beiden Ebenen vor dem Bergsteiger fügte ich eine Ebenenmaske hinzu und malte mit einem Pinsel mit verschiedener Deckkraft einige Linien auf die Maske, um so ein bisschen Unregelmässigkeit im Schneefall zu erzeugen.
Und hier noch mal das Endresultat.










