Feutersoey. Den Namen lasse ich mir zuerst langsam auf der Zunge zergehen, aber die Frage nach der korrekten Aussprache bleibt. Er sieht irgendwie französisch aus, aber das „oey“ klingt für mich nach Simmental. Und da, auch wenn ganz hinten im Tal gelegen, beginnt unsere Wanderung von Feutersoey zum Col du Pillon.

Es ist der erste November, doch das Wetter erinnert eher an Anfang Oktober, denn als wir am Mittag in Feutersoey starten herrscht an der Sonne T-Shirt Wetter. Der erste Aufstieg zum Tuxberg (hat übrigens nichts mit dem Tux zu tun) verläuft im Schatten, aber wir sind froh, denn sonst wäre es uns schon fast zu heiss in der warmen Wanderbekleidung.

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Beim Tuxberg hat man die Wahl zwischen zwei Routen: Eine führt dem Arnensee entlang und eine verläuft oberhalb des Sees. Beide Wanderwege nehmen in etwa die gleiche Zeit in Anspruch. Wir entscheiden uns für jene Route die uns über Schneeweid und Blatti zur Alp Schneeberg führt und es scheint, dass ausser uns niemand auf dem Höhenweg unterwegs ist. Wir sehen Rehe, hören Jodeln, das vom See unten zu kommen scheint und wir geniessen die Einsamkeit die hier wohl nur in den Nebensaisons herrscht. Je näher wir zur Alp Schneeberg kommen, desto besser wird die Sicht auf den See. Auf dem letzen Abschnitt zum Col de Voré wird die Aussicht dann perfekt und dieser Teil ist auch der schönste der Tour: Vor uns türmen sich die Gipfel von Les Diablerets auf und man wandert auf einer schönen Hochebene zum Col de Voré. Hier holt uns auch die Zivilisation wieder ein und mit vielen anderen Wanderern teilen wir uns den Weg zum Col du Pillon.
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Im Postauto muss ich dann auch dieses Feutersoey aussprechen um das Billet zu kaufen und siehe an, das „Föitersöi“ war korrekt.

Die Wanderung dauert in etwa 4.5 – 5 Stunden.

Plus & minus

Plus

  • Im November sehr einsam.
  • Super Aussicht auf die Les Diablerets

Minus

  • Sprachwirrwarr, wo hört das deutsch auf und wo fängt das französisch an?