Skitouren in den Lyngenalpen

Noch einmal richtig Winter. Das war meine Motivation um in die Lyngenalpen zu reisen. Der Winter 2016/2017 konnte bei mir leider nie so richtige Wintergefühle wecken und der Schnee kam spät und spärlich. So buchte ich recht kurzfristig eine organsierte Tourenwoche mit Bergführer in die Lyngenalpen.

Die Vorfreude war gross, da es in der Woche vor der Abreise in der Region von Tromsø bis zu 90cm Neuschnee gegeben hatte. Der Wetterbericht für die Tourenwoche aber dann aber eher wechselhaft. Zu Beginn der Woche schienen die Verhältnisse und das Wetter gut, doch ab Mitte Woche wurden 8°C inklusive Regen prognostiziert. Da die Gipfel dort nicht sehr hoch sind, bedeutete das, dass es bis fast ganz oben Regnen sollte.

Unser "Basecamp" war in Lyngseidet und für eine Gruppe von 10 Personen hatten wir 2 Autos zur Verfügung. So waren wir genug flexibel um verschiedene Gebiete in den Lyngenalpen zu erkunden.

Touren

Rønestinden

Einer der Hausberge von Lyngseidet. Direkt vom Ort aus sind wir zuerst über verschneite Strassen bis zum Wald aufgestiegen. In typisch skandinavischer Landschaft steigt man durch einen Birkenwald bis zu einem Plateau auf und von da über die Südostflanke auf den Gipfel. Nach dem Gipfelhang fuhren wir über die Nordseite Richtung Kjosen ab. Da lag am ersten Tag noch viel Pulverschnee und die Abfahrt war super. Im unteren Teil warteten noch 2 Herausforderungen: Der dichte Birkenwald und der Bach, der gequert werden muss. Per Autostop muss man dann aber zurück nach Lyngseidet. Wer über 2 Autos verfügt, der kann am Morgen ein Auto in Kjosen parkieren, damit die Rückfahrt einfacher wird.

Fastdaltinden

Etwas ausserhalb von Lyngseidet  starten wir auf diese Tour. Zuerst ging es etwas steiler eine Schneise im Wald hoch, aber ab da wurde es flacher bis zum letzten Gipfelanstieg. Auf dem langen Rücken zum Gipfel kehrten wir aber um, da die Sicht schlecht war und der Wind etwas stärker sehr stark blies. Der Gipfelhang wäre sicher eine sehr schöne Abfahrt, wenn man nicht mit GPS abfahren müsste.

https://youtu.be/OZXgfLgpp-k

Kavringtinden

In der Nacht hatte es bis auf knapp 1000m geregnet. Deshalb gingen wir die Tour defensiv an und ein Gipfel stand gar nicht auf dem Programm. Mit genügend Vorsicht gingen wir langsam die Nordostflanke hoch und die Verhältnisse waren überraschenderweise recht sicher. Nur war es offensichtlich, dass die Ostflanke an diesem Tag nicht gefahren werden konnte. An einem Tag an dem alles passt muss dieser Hang ein Traum sein. Nach einem windigen Ausflug bis zum Gipfel fuhren wieder der Aufstiegsspur entlang runter. Schade, aber sicher ist sicher.

Storhaugen

Eine Tour die mit einer Fahrt über den Fjord beginnt. Von Olderdalen fuhren wir noch etwas nordwärts und der Start war genau neben dem Friedhof von Djupvik. Der Storhaugen hat eine riesengrosse Südwestflanke, die mehr als genügend Platz für sehr weite Turns bieten würde. Und das mit Blick auf den Fjord. Der Regen hatte leider die Flanke in eine etwas härtere Fläche verwandelt und das Wetter machte in Nähe des Gipfels auch nicht mit. Bei guten Verhältnissen sicher top!

Storgalten

Ausgangspunkt war Nordlenangen, das wir nach einer knappen Stunde fahrt erreichten. Für einmal sah es so aus, als würde das Wetter sich von seiner besten Seite zeigen. Wie so oft in dieser Woche änderte es aber wieder sehr schnell und kurz nach dem wir die Tour begonnen hatten, waren alle Gipfel wieder in Wolken gehüllt. Die Tour beginnt gemütlich, aber um auf den flachen Rücken der zum Gipfel führt zu gelangen, muss eine etwas steilere Stelle überwunden werden. Der Neuschnee der letzten Tage ermöglichte, dass wir die sonst abgeblasene Stelle mit den Skiern bewältigen konnten. Auf dem Rücken nahm die Sicht ab und der Wind zu. An die hatten wir uns ja eigentlich schon gewohnt. Nach kurzem Abwarten beschlossen wir umzukehren. Dafür hatten wir unterhalb der steinigen Stelle aber super Pulver.

Infos

Eine gute Übersicht bietet "Ski Touring in Troms"

Karten gibt es auf

In Norwegen gibt es natürlich auch ein Lawinenbulletin, aber wie überall muss die Lage vor Ort abgeklärt werden. Wir haben viele Hänge gesehen bei denen es spontane Lawinenabgänge gegeben hat und meist waren die Lawinen über 100m breit. Wenn es da kommt, dann kommt es wirklich. Also, watch your step!


Abfahrtswunder Hundshorn

Das Hundshorn war meine erste “richtige” Skitour. Auch meine erste Tour zu der ich alleine aufgebrochen bin. Heute gehe ich gerne mindestens 1 Mal im Winter aufs Hundshorn, da dies schon fast Tradition ist und es für wenig Aufwand viel sehr Abfahrt gibt.Weiterlesen


Der lange Weg auf den Chasseral

Bei der Planung von Touren ist für mich eine gute Abfahrt (gut im Sinne von viel Fahrvergnügen) eigentlich immer das Wichtigste. Da aber der Wetterbericht fürs Wochenende sehr schlecht war und wir trotzdem raus wollten, suchte ich nach etwas wo der Aufstieg die Attraktion sein sollte. Die Wahl fiel schlussendlich auf eine Tour mit einem etwas längeren Aufstieg: Von Les Prés-d'Orvin auf den Chasseral (übrigens auch eine prima Schneeschuh-Tour).

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Piz Mez Superstar

Oben angekommen staunten wir nicht schlecht: Der Gipfel gehörte nur uns. Nachdem wir einen grossen Ansturm erwartet hatten, war dies eine rechte Überraschung. Die andere Überraschung war der kalte Wind der uns sehr schnell vom Gipfel vertrieb.

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Plan B: Chistihubel

In diesem Winter ist es schwierig Skitouren zu planen, da es entweder grad föhnt oder auch sonst sehr wechsel- und frühlingshaft ist. Darum gingen wir auf den Chistihubel, denn da, so sagt man, kann man (fast) immer rauf.

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Pazzolastock

Viele Möglichkeiten zum Herunterfahren bietet der Pazzolastock. Ob nach Norden oder Süden, man findet in jedem Schwierigkeitsgrad eine passende Abfahrt, aber das hat sich schon herumgesprochen und daher ist es von Vorteil dem Pazzolastock unter der Woche einen Besuch abzustatten.Weiterlesen


Roter Totz

"Roter Totsch", "toter Rotz" und noch viele andere Namen sind uns auf der Skitour auf den Roten Totz in den Sinn gekommen. Man hat auch genug Zeit um an Namen herumzustudieren, da die Tour etwas länger ist.

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