Das Schlimmste ist immer wenn man die Autotür öffnet. Denn da ist man gemütlich eine Stunde von Bern nach Charmey getuckert, irgendwie hat das mit dem Wachwerden auch noch nicht so richtig geklappt und dann geht’s von gemütlichen 20°C raus in die eher kühlen -10°C. Doch nachdem Schneeschuhe und Rucksack angeschnallt sind geht es wieder mit der Kälte. Und nach den ersten 50 Höhenmetern verflucht man sich weil man so viel angezogen hat. Schneeschuh- oder auch Skitouren beginnen eigentlich immer so und natürlich auch diese auf den Col des Combes im Geryerzerland.

Zuerst folgten wir dem Weg in Richtung La Monse und von da aus ging es durch eine Art Allee ins Vallée de Motélon. Der Teil, der der Strasse folgte, war eher fad und nach insgesamt 1.5h erreichten wir die Abzweigung in Richtung Les Groins. Von dieser Abzweigung aus könnte man auch eine verkürzte Tour zum Col des Combes starten und für eine Skitour wäre dies der Ausgangspunkt. Skitourengänger trafen wir übrigens viele an und ich war doch ein bissi neidisch dass sie einfach so runterfahren konnten und wir nicht. Auf der anderen Seite mussten wir auf dem Weg hoch nicht spuren, da dies schon von den Skifahrern erledigt worden war.

Nach etwas über 3 Stunden erreichten wir dann auch das Ziel und genossen relativ kurz die Aussicht über das Greyerzerland und den Moléson. Der Wind (dieser elendige Satan) blies stark und so war das Mittagessen eher auf der Fastfood-Seite der Skala. Aber meine geheime Superkraft scheint das wackelfreie Fotografieren mit Tele bei -20°C zu sein. Von dem kann ich mir zwar nix kaufen, aber ist auch was.

Auf dem Rückweg entschieden wir uns nicht über La Monse zu gehen weil wir hofften dass die Strasse (diese elendige Trutschen) uns relativ direkt zum Auto zurückbringen würde. Das war dann falsch gedacht und so machten wir noch den kleinen Umweg bevor wir uns wieder im Auto aufwärmen konnten.

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