Als wir auf dem Col Invergneux ankommen, begrüsst uns das Wetter mit einem kleinen Graupel/Schneeschauer. Nach über 1400 Höhenmeter Aufstieg sind wir aber froh am Ausgangspunkt der Abfahrt angekommen zu sein und das Wetter kümmert uns nicht so sehr, da uns auf den letzten harten Meter schon von der Abfahrt vorgeschwärmt wurde.

Wir starten im beschaulichen Cogne, das in einem Seitental des Aostatales liegt. Dieses Tal ist ein krasser Kontrast zum Haupttal, da es nicht so überbesiedelt ist und die Dörfer klein und beschaulich sind. Bis nach Lillaz können wir gemütlich einrollen, aber da beginnt der lange Aufstieg. Zu Beginn rollt man leicht auf der Asphaltstrasse die Serpentinen hoch, doch mit zunehmender Höhe weicht der Asphalt mehr dem Schotter. Es hat 2 eher flachere Abschnitte auf denen wir es schaffen auch mal wieder die unglaubliche Bergkulisse zu bestaunen. Ab Pianas gilt es dann wirklich ernst, da sich hier auf 2400 Meter über Meer die dünne Luft bemerkbar macht und der Weg noch weiter ansteigt.  Auf etwa 2600 Meter, verlassen wir den Schotterweg und folgen dem Wanderweg hoch zum Col. Es gibt nur einige wenige Abschnitte die wir fahren können, den Rest schieben/tragen wir die Räder hoch bis zum Col.

Oben sind etwa noch 10 andere Bike, welche lustigerweise alle aus der Schweiz kommen. Wie es scheint, beziehen alle Mountainbiker in der Schweiz ihre Touren aus dem ride.

Und dann kommt die Abfahrt. Und die ist genial. Zuerst ist es relativ flach und flowig mit Blick auf das Panorama. Oberhalb von Grauson Inferiore wechselt der Trail aber den Charakter und wird etwas technischer. Bei einer Steintreppe entscheiden wir uns vom Rad abzusteigen, aber sonst ist alles fahrbar. Und es macht Spass. Sehr viel Spass sogar.

Um zurück nach Cogne zu gelangen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir folgten auf der rechten Talseite dem Höhenweg und wählten ein Weg direkt durch Gimillan. Dieser Weg ist sehr einfach zu fahren und endet etwa 2 Kilometer vor Cogne. Alternativ könnte man vor Gimillan direkter Richtung Cogne abfahren.