Das Hohtürli ist der Übergang vom hintersten Kiental, genauer gesagt der Griesalp, nach Kandersteg. Dazwischen gibt es viele Berge, einen Gletscher und den Oeschinensee zu bestaunen. Dies macht die doch siebenstündige Wanderung sehr kurzweilig.

Als die zwei Postautos einfach an uns vorbeifuhren dachte ich schon, dass wir uns für einen Plan B umschauen mussten. Diese Postautos fahren nämlich mehr oder weniger ohne Halt vom Bahnhof in Reichnbach bis nach Kiental und von da zur Griesalp. Da wir knapp in der Zeit waren und beim Bahnhof keinen Parkplatz fanden parkierten wir auf dem  Märitplatz Parkplatz (der ist übrigens gratis) und warteten bei der Haltestelle gegenüber vom Gasthof „zum Bären“, bei welcher aber nur das Postauto bis nach Kiental hält. Im Gegensatz zu den Postautos mit Destination Griesalp, war dieses fast leer und der Fahrer versicherte uns, dass wir in Kiental wieder umsteigen konnten. Das klappte auch bestens, nur mussten wir uns mit Stehplätzen zufrieden geben. Aber Stehplätze sind besser als keine Plätze.

Zahmi Frou

Von der Griesalp führte der Weg zuerst flach weiter ins Tal. Ab dem Bunstäg, wo man auch Richtung Mürren wandern könnte, stiegen wir zuerst Richtung Underi und dann Oberli Bundalp auf. Von dort sah man schon die Blüemlisalphütte und das Hohtürli hoch über dem Tal und beides schien schon sehr nah. Nur lagen dazwischen noch die 1000 Höhenmeter welche über den steilen Hohtürlihang zu bewältigen waren und auch noch etwa 200 Höhenmeter Treppensteigen beinhalteten. Gopf.

Hohtürli

Aber nach 3.5h  standen wir auf dem Hohtürli und machten sogar noch die 5 Minuten Aufstieg zur Blüemlisalphütte um bei einem Kaffee das alpine Panorama zu geniessen.

Fast oben

Auf dem Weg nach Kandersteg, also genauer gesagt bei der Alp Oberbärgli, gibt es einen Wanderweg der hinunter zum Oeschinensee führt und einen, der oberhalb vom See verläuft. Auf der obern Route dominiert der Tiefblick zum türkisblauen See währenddem auf der unteren Route die steilen Felswände um den See die Hauptrolle spielen. Beide sind spektkulär, aber wir entschieden uns für den obern Weg, da dieser auch praktischerweise zur Station Oeschinen führt. Von da wäre es noch eine Stunde bis Kandersteg gewesen, aber die Versuchung war dann schon zu gross. Von Kandersteg erreichten wir den Ausgangspunkt gemütlich mit dem Zug.

Blick zur Blüemlisalphütte

Plus & minus

Plus

  • Aus- & Weitblick
  • Gletschernähe auf dem Hohtürli

Minus

  • Der Unterhosenwanderer. Aber der ist wahrscheinlich nicht immer da.