Oben angekommen staunten wir nicht schlecht: Der Gipfel gehörte nur uns. Nachdem wir einen grossen Ansturm erwartet hatten, war dies eine rechte Überraschung. Die andere Überraschung war der kalte Wind der uns sehr schnell vom Gipfel vertrieb.

Der Piz Mez grenzt direkt an das Skigebiet von Savognin an. Unten in Radons wirkt der Berg mit seinen Hängen wie ein sanfter Riese, doch oben, vom Piz Cartas aus gesehen, sieht er schon ganz überschaubar aus. Er bietet viel Platz für Abfahrten und das fällt jedem Tourenfahrer oder auch Freerider schnell auf.

PIz Mez vom Skigebiet in Savognin aus gesehen

Am ersten Tag erkundeten wir bei ein paar Varianten schon mal das Gelände und den Schnee. Der Bruchharst der sich über die letzten Tage gebildet hatte bot leider nicht so viel Fahrspass und so freuten wir uns auf den angekündigten Neuschnee. Am späten Nachmittag war dieser dann auch da und für den Folgetag versprach der Wetterbericht bis spätestens zum Mittag Sonne. Eigentlich ideale Pow-Verhältnisse.

Aufstieg auf den Piz Mez

Am folgenden Tag starteten wir nicht allzu früh in Radons und wir erwarteten viele Leute am Berg. Eigentlich sehr viele.  Zu unserem Erstaunen sahen wir aber nur eine 2er-Gruppe vor uns. So waren wir zwar nicht die ersten, aber wir hatten eine prima Spur. Beim Hochgehen schauten wir immer wieder ob noch wer hinter uns war, aber es stelle sich heraus, dass an diesem Tag nur wir und die andere Gruppe am Berg waren.

Kurz vor dem Gipfel

Das Wetter wurde anfangs immer besser und besser und wir schwitzen in der Sonne, doch circa 200m unter dem Gipfel nahm die Bewölkung zu und der Wind wurde immer stärker. Als wir den Gipfel erreichten schien zwar wieder die Sonne, nur hatte sie aber keine Chance gegen den kalten Wind. Essen, Trinken und das Abziehen der Felle wurde für die Finger zur schmerzhaften Herausforderung.

Als wir aber dann die Skier angeschnallt hatten und den ersten Hang heruntergefahren waren (und auch die Finger wieder Körpertemperatur hatten), kriegten wir die Grinser nicht mehr vom Gesicht, denn die Hänge gehörten uns alleine.

Powderabfahrt

Plus & minus

Plus

  • Super Abfahrt bis ganz unten
  • Erreichbarkeit

Minus

  • Wind (der elendige)