In diesem Jahr ging es mit dem Flowride nach Davos. Der Flowride ist ein alljährliches Bike-Wochenende einiger alternden Herren, die eher die Abfahrtshöhenmeter schätzen und einen dem Alter nicht angepassten Fahrstil pflegen. Vor 10 bis 15 Jahren wäre das ja in Ordnung gewesen, aber da gab es noch nicht so tolle Räder. Auch tolle, aber eben nicht so tolle.

Eine unserer Touren war sehr stark durch die Davoser Bahnentour inspiriert worden. Die Bahnentour mit 10000 Abfahrtshöhenmeter kann, wenn man es eilig hat, in einem Tag gemacht werden, wir entschieden uns aber nur für eine Teilstrecke, da das uns dann doch zu stressig geworden wäre.

Mit der Parsennbahn fuhren wir gemütlich aufs Weissfluhjoch und von da führt die erste Abfahrt durch eine Mondlandschaft zum Strelapass. Auf dem folgenden Abschnitt der Strecke zur Chörbschhornhütte bemerkten wir (der Jean-Luc scheinbar nicht) bei einigen Aufstiegen das Gewicht der eher abwärtsorientieren Räder (das Gewicht von Rädern wird eh überbewertet). So stiessen wir die Räder ab und an, aber der grosse Teil dieser Strecke war gut fahrbar.

Die Strecke von der Chörbschhornhütte über die Stafelalp und runter nach Frauenkirch war das Highlight der Tour: Im oberen Teil hat der Weg einen alpinen Charakter der uns gut forderte, aber doch fahrbar war. Im unteren Teil schlängelt der Weg sich dann durch den Wald und ist in einigen Passagen technisch, aber dann auch wieder flowig. Hach.

Mit der Rinerhornbahn ging es dann auf das, surprise surprise, Rinerhorn. Nach einer längeren Mittagspause (bei der Bahntour hätte man dafür keine Zeit) machten wir uns auf den Weg ins Sertigtal. Am Anfang ist der Weg flowig und kann schnell gefahren werden, doch im Wald wird es mit den vielen Wurzeln wieder technisch. Super schön und langweilig wurde einem auch nie. Als Bonus gab es hinten im Sertigtal noch eine super Aussicht auf die angezuckerten Berge.

Der Weg zurück enttäuschte uns dann doch eher, da er längere Zeit immer anstieg und als es dann endlich mal wieder in Richtung Tal ging, kam nach ein paar Metern eine Kiesstrasse und der Weg zurück nach Davos war dann nur noch langweilig.

Aber die Erinnerung an die Trails von der Chörbschhornhütte ins Tal und auch vom Rinerhorn ins Sertigtal zauberten uns dann wieder ein breites Grinsen ins Gesicht.