Die grössten Herausforderungen der Tour sind eher sprachlicher Natur: Beim Schwarzsee dominiert das Seislerdeutsch währenddem am Ziel Französisch gesprochen wird. Wenn man dann aber im tiefsten Röstrigraben ist, dann kann man den Ausblick auf Moléson und das Mittelland geniessen.

Um am Morgen ein bisschen mehr Zeit zu haben, fuhren wir am Vorabend gemütlich mit Zug und Bus an den Schwarzsee. Glücklicherweise war am Freitagabend im Hotel Bad Schwarzsee Pizzanacht. Oder zumindest so was in der Art, da die Pizzen nur 10CHF pro Stück kosteten und so füllten wir unsere Kohlehydrat- und Fettspeicher sehr kostengünstig. Also eher letzteres.

Die auf der Schwarzsee Webseite ausgeschriebene Tour führt über den Fuchses Schwyberg zur La Patta und von da weiter auf die La Berra. Dieser Weg ist auch prima ausgeschildert und es wäre eine echte Herausforderung da verloren zugehen. Um die Tour ein wenig zu verkürzen starteten wir in Schwarzsee Bad und stiegen über Guglervorsass und La Spielmanda zu Punkt 1532 auf. So spart man etwa 1-1.5h Weg.

Der Start am schattigen Ufer des Sees war allerdings bitterkalt, aber nach etwa 200 Höhenmeter erreichten wir die sonnigen Hänge und die Kälte weichte der angenehmen Winterwärme. Bis zum Guglervorsass folgten wir Spuren doch ab da, bis zum ausgeschilderten Weg bei Punkt 1532, mussten wir selbst spuren. Hat man aber den offiziellen Weg erreicht, so findet man wieder einen super Pfad vor.

Nachdem wir den Wald auf La Patta durchquert hatten, tat sich die Sicht auf das Mittelland und den Rest der Fribourger Voralpen auf. An einem klaren Tag sieht man von da sogar bis nach Bern. Die Flurnamen in dieser Gegend sind übrigens sehr speziell da sie sich nicht ganz zwischen dem Französischen und dem Seislerdeutsch entscheiden können: Auta Chia d’Amont, Le Stockberg, Philiponerwald, La Philipona um nur ein paar wenige zu nennen.

Von da aus ging es in Emmentaler Manier bissi runter und wieder bissi hoch. Die Aussicht auf den Moléson und das Freiburger Unterland blieben aber bestehen und je näher man der La Berra kommt, desto mehr sieht man vom Eiger. Auf der La Berra wurden wir aber auch wieder von der Zivilisation eingeholt, da der Skispass mit Lift wenig unterhalb des Gipfels aufhört. Der Weg nach Le Brand war dann wenig spektakulär, da er zu einem grossen Teil direkt neben der Piste verläuft. Von Le Brand könnte man noch weiter nach La Roche absteigen oder den Bus von der Skistation ins Dorf nehmen. Von La Roche kommt man dann bequem mit dem Bus nach Fribourg.

Plus & minus

Plus

  • Aussicht auf Moléson und die Voralpen
  • Sprachliches Wirrwarr

Minus

  • Abstieg nach Le Brand
  • Nicht auffindbarer Busfahrplan Le Brand – La Roche (uns nahm schlussendlich eine nette Autofahrerin mit)
  • Anscheinend viel begangen zwischen Auta Chia d’Amont und La Berra

 

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